Beobachtungsstudie zur systematischen Erfassung von Krankheitsverlauf und Therapie bei CML im Endstadium (Blastenkrise)
- Geschlecht
- Frauen und Männer
- Alter
- ab 18 Jahren
- Studienart
- Beobachtend
- Therapielinie
- alle
- Phase
- Phase IV
Worum geht es in dieser Studie?
Die sogenannte Blastenkrise ist das Endstadium der chronisch myeloischen Leukämie (CML), welche mit einer schlechten Prognose verbunden ist. Aufgrund der Seltenheit dieses Stadiums liegen bislang nur wenige Daten zum Krankheitsverlauf und Therapieansprechen vor. Ziel der BlastCrisis-Studie ist es, die Daten von Patient*innen mit CML und einer Blastenkrise systematisch zu erfassen, um die Therapie und Prognose langfristig zu verbessern. Frauen und Männer ab 18 Jahren mit einer CML in der Phase der Blastenkrise können an dieser Studie teilnehmen.
Ausführliche Beschreibung
Die chronische myeloische Leukämie (CML) ist eine Art von Blutkrebs, bei der sich unreife Vorläuferzellen der weißen Blutkörperchen (Blasten) unkontrolliert vermehren. Im Rahmen der Erkrankung ist meistens das Philadelphia-Chromosom nachweisbar, bei dem es sich um eine genetische Veränderung handelt. In diesem Fall spricht man auch von einer BCR-ABL-positiven Erkrankung. Bei der Mehrheit der Patient*innen wird die CML im ersten Stadium, der chronischen Phase, diagnostiziert, in der weniger als 10 % Blasten im Blut oder Knochenmark nachweisbar sind.
Seit Einführung der Therapie mit Tyrosinkinase-Inhibitoren hat sich die Prognose der Erkrankung deutlich verbessert. Nichtsdestotrotz schreitet die Erkrankung bei ca. 5 % der Patient*innen bis zum Endstadium – der sogenannten Blastenkrise – fort. In diesem Stadium steigt der Anteil an Blasten im Blut oder Knochenmark stark an und es können schwerwiegende Symptome (u. a. Infektionen, Blutungen, Blutarmut, Fieber) auftreten. Sie ist mit einer sehr schlechten Prognose verbunden. Derzeit existieren jedoch nur wenige Daten über den Eintritt, den Verlauf und die Behandlung von Patient*innen in der Blastenkrise.
Die vorliegende internationale Registerstudie erfasst sowohl rückblickend (retrospektiv) als auch zukünftig (prospektiv) den Krankheitsverlauf, das Therapieansprechen und das Überleben von Patient*innen mit CML-Blastenkrise. Ziel ist es, Behandlungsstrategien besser beurteilen und langfristig optimieren zu können.
Frauen und Männer ab 18 Jahren mit einer CML-Blastenkrise können unabhängig von der aktuellen Therapielinie an dieser Studie teilnehmen. Die Erkrankung muss BCR-ABL-positiv sein.
Fakten
- Welche Erkrankung: chronische myeloische Leukämie (CML)
- Krebs-Merkmale: im Endstadium (Blastenkrise), BCR-ABL-positiv, unabhängig von Therapielinie
- Was untersucht die Studie: systematische Erfassung von Behandlungsdaten
- Ziel der Studie: Verbesserung des Verständnisses von Krankheitsverlauf und Therapieansprechen bei CML-Blastenkrise
- Wie lange dauert die Studie: offen
- Studienmerkmale: Beobachtungsstudie, es werden keine neuen Medikamente oder Therapien untersucht
Studienzentren
8 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet. Finden Sie ein Zentrum in Ihrer Nähe.
Universitätsklinikum Augsburg
Stenglinstraße 2, 86156 Augsburg
Aktiv, nicht rekrutierendUniversitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
01307 Dresden
RekrutierendUniversitätsklinikum Erlangen
Maximiliansplatz 2, 91054 Erlangen
Aktiv, nicht rekrutierendUniversitätsklinikum Essen
45147 Essen
RekrutierendUniversitätsklinikum Jena
Kastanienstraße 1, 07747 Jena
RekrutierendUniversitätsklinikum Leipzig AöR
04103 Leipzig
Rekrutierend
Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.
- Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
- PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin
Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT03869502) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.


