BREASTRekrutierend

Erneute Bestrahlung der Brust mit Protonentherapie nach einem Brustkrebsrückfall

Geschlecht
Frauen
Alter
ab 18 Jahren
Studienart
Interventionell
Therapielinie
Rezidiv / refraktär
Phase

Worum geht es in dieser Studie?

Bei Brustkrebs ist die brusterhaltende Operation mit anschließender Bestrahlung der gesamten Brust eine bewährte Standardtherapie, jedoch kann es in einigen Fällen zu einem Rückfall (Rezidiv) in der bereits bestrahlten Brust kommen. In diesem Fall ist eine vollständige Brustentfernung (Mastektomie) die Behandlung der Wahl. Ziel der BREAST-Studie ist es, zu untersuchen, ob eine erneute, gezielte Teilbrustbestrahlung mit Protonentherapie nach einer wiederholten brusterhaltenden Operation eine sichere und verträgliche Behandlungsoption darstellt. Frauen ab 18 Jahren mit einem erneut aufgetretenen oder neu entstandenen Brustkrebs in der bereits bestrahlten Brust, bei denen eine wiederholte brusterhaltende Operation durchgeführt wurde, können an dieser Studie teilnehmen.

Studienablauf

Voraussetzungen

Diagnose: Brustkrebs (Mammakarzinom)

Alter: ab 18 Jahren

Therapielinie: Unabhängig von Therapielinie

Wichtige Einschlusskriterien: Frauen; rezidiviert (erneut aufgetreten) oder neu entstanden in der bereits bestrahlten Brust; Zustand nach erneut durchgeführter brusterhaltender Operation; erneuter Tumor kleiner als 3 cm; keine Lymphknoten befallen; Tumorränder bei der Operation tumorfrei (R0-Resektion); letzte Bestrahlung vor mindestens zwölf Monaten

Zuteilung

Einarmige Studie

Behandlung

Teibrustbestrahlung mit ProtonentherapieBehandlung über 15 Teilsitzungen

Nachbeobachtung

60 Monate

Ausführliche Beschreibung

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Nach einer brusterhaltenden Operation wird in der Regel die gesamte Brust bestrahlt, um das Risiko eines Rückfalls zu verringern. Dennoch kann es bei einem Teil der Patient*innen zu einem erneuten Auftreten des Tumors in derselben Brust kommen. Bislang wird in solchen Fällen häufig eine Mastektomie (vollständige Entfernung der Brust) empfohlen, da eine erneute Bestrahlung mit herkömmlichen Verfahren ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen an der bereits vorbestrahlten Haut und dem umliegenden Gewebe mit sich bringt. Die Protonentherapie ist ein neuartiges Bestrahlungsverfahren mit besonderen physikalischen Eigenschaften. Die Protonen (positiv geladene Teilchen) geben ihre Energie gezielt im Tumorbereich ab (sogenannter Bragg-Peak) und schonen dadurch das umliegende gesunde Gewebe besser als herkömmliche Bestrahlungsverfahren mit Photonen. Die Protonentherapie wird als Bestrahlungsverfahren bereits bei verschiedenen Krebserkrankungen angewendet, für die erneute Teilbrustbestrahlung bei Brustkrebsrückfällen ist die Behandlung in Deutschland jedoch noch nicht etabliert.

Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Teilbrustbestrahlung mit Protonentherapie nach einer wiederholten brusterhaltenden Operation zu untersuchen. Die Behandlung erfolgt über 15 Einzelsitzungen. Es handelt sich um eine einarmige, d. h. alle Patientinnen erhalten die gleiche Behandlung. Das Hauptziel (primärer Endpunkt) der Studie ist das Auftreten schwerer Hautreaktionen (Grad 3 oder höher) innerhalb der ersten sechs Monate nach Beginn der Teilbrustbestrahlung.

Frauen ab 18 Jahren mit einem erneut aufgetretenen oder neu entstandenen Brustkrebs in der bereits bestrahlten Brust, bei denen eine wiederholte brusterhaltende Operation durchgeführt wurde, können an dieser Studie teilnehmen. Weitere Voraussetzungen für die Teilnahme sind unter anderem, dass der erneute Tumor kleiner als 3 cm ist, keine Lymphknoten befallen sind, die Tumorränder bei der Operation tumorfrei waren (R0-Resektion) und seit der letzten Bestrahlung mindestens zwölf Monate vergangen sind.

Fakten

  1. Welche Erkrankung: Brustkrebs (Mammakarzinom)
  2. Krebsmerkmale: rezidiviert (erneut aufgetreten) oder neu entstanden in der bereits bestrahlten Brust, nach erneut durchgeführter brusterhaltender Operation
  3. Was untersucht die Studie: Wirksamkeit und Verträglichkeit einer erneuten Teilbrustbestrahlung mit Protonentherapie nach wiederholter brusterhaltender Operation
  4. Ziel der Studie: Prüfen, ob die Protonentherapie nach erneuter brusterhaltender Operation als alternative Behandlung eingesetzt werden kann und wie häufig schwere Hautreaktionen auftreten
  5. Studiendauer: bis zu ca. 6 Monate + bis zu 5 Jahre Nachbeobachtung
  6. Studienmerkmale: einarmig, nicht verblindet (offen)

Studienzentren

2 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet.

  • Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg

    Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg

    Rekrutierend
  • University Hospital Heidelberg, Department Radiation Oncology

    69120 Heidelberg

    Rekrutierend

Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.

Medizinische Redaktion

  • Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
  • PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin

Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT06954623) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.