Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Disitamab Vedotin bei unterschiedlicher HER2-Ausprägung
- Geschlecht
- Frauen und Männer
- Alter
- ab 18 Jahren
- Studienart
- Interventionell
- Therapielinie
- Rezidiv / refraktär
- Phase
- Phase I/II
Worum geht es in dieser Studie?
Bei fortgeschrittenem Brustkrebs, der auf vorangegangene Behandlungen nicht mehr ausreichend anspricht, werden neue Therapiemöglichkeiten gesucht. Ziel der C5731006-Studie ist es, die Sicherheit und Wirksamkeit des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats Disitamab Vedotin zu untersuchen. Frauen und Männer ab 18 Jahren mit lokal fortgeschrittenem, nicht operablem oder metastasiertem (in andere Körperregionen gestreutem) Brustkrebs, der bereits vorbehandelt ist, können an dieser Studie teilnehmen.
Studienablauf
Voraussetzungen
Diagnose: Brustkrebs (Mammakarzinom)
Alter: ab 18 Jahren
Therapielinie: Rezidiv / primär refraktär
Wichtige Einschlusskriterien: lokal fortgeschritten oder nicht operabel oder metastasiert; HER2-Rezeptor-Status und Hormonrezeptor-Status bekannt
Zuteilung
Einarmige Studie
Behandlung
Nachbeobachtung
Diagnose: Brustkrebs (Mammakarzinom)
Alter: ab 18 Jahren
Therapielinie: Rezidiv / primär refraktär
Wichtige Einschlusskriterien: lokal fortgeschritten oder nicht operabel oder metastasiert; HER2-Rezeptor-Status und Hormonrezeptor-Status bekannt
Einarmige Studie
Ausführliche Beschreibung
Brustkrebs (Mammakarzinom) entsteht durch unkontrolliertes Wachstum von Zellen im Brustdrüsengewebe. Die Tumorzellen können verschiedene Oberflächenmerkmale aufweisen, die für die Auswahl der Therapie entscheidend sind. Eines dieser Merkmale ist der HER2-Rezeptor, der auf den Krebszellen in unterschiedlicher Menge vorhanden sein kann: stark vermehrt (HER2-positiv), in geringerer Menge (HER2-niedrig) oder in sehr geringer Menge (HER2-ultraniedrig). HER2 regt die Krebszellen zu verstärktem Wachstum an, weshalb es als Angriffspunkt für zielgerichtete Therapien dient. Im fortgeschrittenen oder metastasierten Stadium ist eine Heilung in der Regel nicht mehr möglich, sodass das Ziel der Behandlung darin besteht, das Fortschreiten der Erkrankung möglichst lange zu kontrollieren und die Lebensqualität zu erhalten. Disitamab Vedotin ist ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, das aus einem gegen HER2 gerichteten Antikörper und einem daran gekoppelten Zellgift (MMAE) besteht. Der Antikörper erkennt gezielt den HER2-Rezeptor auf der Oberfläche der Krebszellen, bindet daran und wird zusammen mit dem Zellgift in die Tumorzelle aufgenommen. Dort wird das Zellgift freigesetzt, hemmt die Zellteilung und löst den Zelltod aus. Das Medikament wird als Infusion über die Vene (intravenös) alle zwei Wochen verabreicht.
Ziel der vorliegenden Phase-1b/2-Studie ist es, die Sicherheit und Wirksamkeit des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats Disitamab Vedotin in Abhängigkeit von der Ausprägung des HER2-Rezeptors zu untersuchen. Es gibt drei Kohorten, die sich nach dem HER2- und Hormonrezeptorstatus der Tumoren unterscheiden und in allen Kohorten wird Disitamab Vedotin als alleinige Therapie (Monotherapie) alle zwei Wochen als Infusion über einen venösen Zugang verabreicht. Die Studie ist nicht verblindet (offen), das heißt, sowohl die Patient*innen als auch die Studienärzt*innen wissen, welche Behandlung verabreicht wird. Die Behandlung wird fortgesetzt, bis die Erkrankung fortschreitet oder nicht mehr vertragen wird. Nach Abschluss der Behandlung werden alle sechs Wochen Kontrolltermine vereinbart. Im Anschluss erfolgen alle zwölf Wochen Kontrolltermine in Form eines Telefongesprächs. Das Hauptziel (primärer Endpunkt) der Studie ist das Ansprechen auf die Therapie für bis zu zwei Jahre.
Frauen und Männer ab 18 Jahren mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem (in andere Körperregionen gestreutem) Brustkrebs, der bereits vorbehandelt ist, können an dieser Studie teilnehmen. Der HER2-Rezeptor-Status und der Hormonrezeptor-Status müssen bekannt sein. Kohorte 1 umfasst Patient*innen mit HER2-positivem Brustkrebs, Kohorte 2 Patient*innen mit Hormonrezeptor-positivem und HER2-niedrigem Brustkrebs und Kohorte 3 Patient*innen mit Hormonrezeptor-positivem und HER2-ultraniedrigem oder Hormonrezeptor-negativem und HER2-niedrigem Brustkrebs.
Fakten
- Welche Erkrankung: Brustkrebs (Mammakarzinom)
- Krebsmerkmale: lokal fortgeschritten, nicht operabel oder metastasiert, HER2-positiv, HER2-niedrig oder HER2-ultraniedrig, vorbehandelt
- Was untersucht die Studie: Sicherheit und Wirksamkeit von Disitamab Vedotin als Monotherapie bei unterschiedlicher HER2-Ausprägung
- Ziel der Studie: Prüfen des Therapieansprechens von Disitamab Vedotin und Beurteilung der Eignung als neue Behandlungsoption
- Studiendauer: Behandlung, bis die Erkrankung fortschreitet oder nicht mehr vertragen wird (bis zu ca. zwei Jahre), anschließend Nachbeobachtung, insgesamt bis zu ca. drei Jahre
- Studienmerkmale: Phase-1b/2-Studie, keine Zuteilung nach dem Zufallsprinzip (nicht randomisiert), nicht verblindet (offen), drei Kohorten
Studienzentren
6 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet.
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Chariteplatz 1, 10117 Berlin
Status unbekanntUniversitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Fetscherstrasse 74, 01307 Dresden
Status unbekanntUniversity Hospital Carl Gustav Carus, Technical University Dresden
01307 Dresden
Status unbekanntKEM I Evang. Kliniken Essen-Mitte gGmbH
Henricistrasse 92, 45136 Essen
Status unbekanntNationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg
69120 Heidelberg
RekrutierendUniversitätsklinikum Leipzig AöR
04103 Leipzig
Rekrutierend
Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.
- Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
- PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin
Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT06966453) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.


