CA082-085Rekrutierend

Beobachtungsstudie zum Zusammenhang von Zweitkrebserkrankungen nach erfolgter CAR-T-Zelltherapie mit Medikamenten der Firma Bristol-Myers-Squibb (Idecabtagene vicleucel (Abecma); Lisocabtagene maraleucel (Breyanzi))

Geschlecht
Frauen und Männer
Alter
ab 0 Jahren
Studienart
Beobachtend
Therapielinie
Erstlinie
Phase
Phase IV

Worum geht es in dieser Studie?

Die CAR-T-Zelltherapie ist eine neuartige und wirkungsvolle Behandlungsform für verschiedene Krebserkrankungen. Bei der Herstellung der CAR-T-Zellen werden die ausgewählten Zellen künstlich genetisch verändert. Es könnte sein, dass es in Verbindung mit diesen genveränderten Zellen nach der Gabe an die Patient*innen zum Auftreten einer weiteren bösartigen Tumorerkrankung (Zweittumor) als mögliche Spätfolge kommt. Diese Studie untersucht die CAR-T-Zell Medikamente der Pharmafirma Bristol-Myers Squibb im Hinblick auf einen Zusammenhang zu Zweittumoren. Teilnehmen können Frauen und Männer mit einer neu aufgetretenen Zweittumorerkrankung, die zuvor eine Therapie mit einem genveränderten Medikament (CAR-T-Zell Medikament) der Pharmafirma Bristol-Myers Squibb erhalten haben.

Ausführliche Beschreibung

Eine Behandlung mit CAR-T-Zellen ist ein neuartiger und in vielen Studien als sehr wirkungsvoll getesteter Therapieansatz für verschiedene Krebsformen. Mittlerweile werden CAR-T-Zellen auch außerhalb von Studien eingesetzt, wobei verschiedene Pharmafirmen CAR-T-Zellen herstellen. Hierbei werden den Patient*innen Immunzellen (T-Zellen) entnommen und künstlich genetisch so verändert, dass sie die Tumorzellen erkennen und eliminieren können, sobald die veränderten Zellen den Patient*innen als einmalige Infusion zurückgegeben werden. Diese Therapieform zählt somit zu den genmodifizierten Zelltherapien. In der bisherigen Anwendung von CAR-T-Zellen konnte in einzelnen Fällen beobachtet werden, dass Patient*innen nach einer CAR-T-Zell Therapie an einem zweiten bösartigen Tumor erkranken. Die genaue Ursache für die Entstehung dieser Zweiterkrankung ist noch nicht bekannt. Zunächst wurde vermutet, dass sich die neue Krebserkrankung aus den genetisch veränderten Zellen der CAR-T-Zelltherapie entwickelt haben könnte. Neuere Untersuchungen deuten jedoch eher darauf hin, dass die neuen Krebszellen bereits vor der CAR-T-Zelltherapie im Körper vorhanden waren und sich durch die therapiebedingte Schwächung des Immunsystems besser vermehren konnten.

Das Ziel der Studie ist es, das Gewebe eines solchen Zweittumors bei Patient*innen, die eine genmodifizierte Zelltherapie mit einem Medikament der Pharmafirma Bristol-Myers Squibb erhalten haben, mit einem speziellen Test genetisch zu untersuchen und einen möglichen Zusammenhang zu der zuvor durchgeführten CAR-T-Zelltherapie zu prüfen. Hierfür wird von den Patient*innen eine Gewebeprobe des Tumors benötigt. Im Rahmen dieser Studie wird keine neue Therapieform getestet.

Frauen und Männer mit einem neu diagnostizierten Zweittumor nach erfolgter CAR-T-Zelltherapie mit einem Medikament der Firma Bristol-Myers Squibb können an dieser Studie teilnehmen. Die Medikamente, um die es geht, sind: Breyanzi® (Lisocabtagen Maraleucel) oder Abecma® (Idecabtagen Vicleucel).

Fakten

  1. Welche Erkrankung: Zweitkrebserkrankung nach erfolgter CAR-T-Zelltherapie mit Breyanzi® oder Abecma®.
  2. Krebs-Merkmale: Vorbehandlung einer anderen Krebserkrankung mittels einer CAR-T-Zelltherapie von Bristol-Myers Squibb (Breyanzi® oder Abecma®).
  3. Was untersucht die Studie: Spezielle Analyse mittels eines Tests der Firma Bristol-Myers Squibb einer Gewebeprobe des Zweittumors.
  4. Ziel der Studie: Prüfen, ob der neue Tumor im Zusammenhang mit der CAR-T-Zelltherapie stehen könnte (Nachweis von CAR-Transgenen im Zweittumor).
  5. Wie lange dauert die Studie: einmalige Gewebeuntersuchung bei Neuauftreten der Zweitkrebserkrankung.
  6. Studienmerkmale: Beobachtungsstudie/Register, keine neue Therapieform.

Studienzentren

1 Studienzentrum in Deutschland ist verzeichnet.

  • Universitätsklinikum Essen

    45147 Essen

    Rekrutierend

Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.

Medizinische Redaktion

  • Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
  • PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin

Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT06357754) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.