CNS-InterREST GPOHIn Vorbereitung

Internationales klinisches Register für Patient*innen mit seltenen Embryonalen oder Sarkomatösen Tumoren des Zentralen Nervensystems innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie

Geschlecht
Frauen und Männer
Alter
0–18 Jahre
Studienart
Beobachtend
Therapielinie
alle
Phase

Worum geht es in dieser Studie?

Kinder und Jugendliche mit seltenen embryonalen oder sarkomatösen Hirntumoren haben bislang keine Standardtherapien, da diese Erkrankungen erst seit Kurzem durch moderne Verfahren diagnostiziert werden können. Ziel der CNS-InterREST GPOH-Studie ist es, durch die Sammlung klinischer und genetischer Daten die Behandlungsmöglichkeiten und Überlebenschancen zu verbessern. Teilnehmen können Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, bei denen ein solcher seltener Tumor bestätigt wurde, vorausgesetzt, es liegt eine schriftliche Einwilligung des Kindes (je nach Alter) und/oder der erziehungsberechtigten Person vor.

Studienablauf

Voraussetzungen

Diagnose: seltene embryonale und sarkomatöse Hirntumoren im Kindesalter

Alter: 0–18 Jahre

Therapielinie: Unabhängig von Therapielinie

Wichtige Einschlusskriterien: pathologisch bestätigte Diagnose

Zuteilung

Einarmige Studie

Behandlung

Erstellung eines Datenregisters Erfassung von medizinischen, genetischen und klinischen Daten zu seltenen Hirntumoren bei Kindern

Nachbeobachtung

Ausführliche Beschreibung

Seltene embryonale und sarkomatöse Hirntumoren gehören zu den aggressiven Krebserkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS), die meist im Kindesalter auftreten. Sie unterscheiden sich von Tumoren wie dem Medulloblastom dadurch, dass sie erst seit Kurzem und nur mithilfe moderner molekulargenetischer Methoden eindeutig identifiziert werden konnten. Diese Tumoren entstehen durch Veränderungen im Erbgut der Zellen des Nervensystems, wodurch sich Zellen unkontrolliert teilen und zu bösartigen Geschwülsten entwickeln. Embryonale Tumoren entstehen aus sehr unreifen Zellen, die sich während der frühen Entwicklung des Gehirns bilden und sich später zu Krebszellen verändern können. Sarkomatöse Tumoren stammen dagegen von Binde- oder Stützgewebe ab (z. B. Muskel- oder Bindegewebszellen) und können im Gehirn auftreten, wenn solche Zellen dort entarten. Da diese Tumorarten sehr selten sind, gibt es bislang nur wenig Erfahrung zu den bestmöglichen Behandlungsstrategien. Die Therapie besteht in der Regel aus einer Kombination verschiedener Verfahren wie Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie. Das Register CNS-InterREST GPOH (Internationales klinisches Register für seltene embryonale und sarkomatöse ZNS-Tumoren) wird von der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) getragen und koordiniert.

Ziel der vorliegenden Registerstudie ist es, eine gemeinsame Datenbank zu schaffen, in der klinische, molekulargenetische und bildgebende Daten zusammengeführt werden. Es werden keine neuen Medikamente getestet, sondern vorhandene Informationen gesammelt. Diese Informationen sollen helfen, die Diagnosestellung zu verbessern, Behandlungen gezielter zu planen und künftig internationale Studien zu ermöglichen. Ärzt*innen aus Deutschland können Kinder und Jugendliche in das Register aufnehmen, wenn der Verdacht oder die bestätigte Diagnose eines dieser seltenen Tumoren vorliegt. Alle Daten werden vertraulich behandelt und in anonymisierter Form gespeichert. Forschende, die einen geprüften Antrag stellen, können die Daten nutzen, um das Wissen über diese seltenen Erkrankungen weiter zu vertiefen.

Teilnehmen können Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre mit einer bestätigten Diagnose eines seltenen embryonalen oder sarkomatösen ZNS-Tumors. Die Einwilligung muss je nach Alter sowie kognitiven Entwicklungsstand entweder von den Patient*innen und/oder den Erziehungsberechtigten vorliegen.

Fakten

  1. Welche Erkrankung: seltene embryonale und sarkomatöse Hirntumoren im Kindesalter
  2. Krebs-Merkmale: referenzpathologisch bestätigte Diagnose
  3. Was untersucht die Studie: Erfassung von medizinischen, genetischen und klinischen Daten zu seltenen Hirntumoren bei Kindern
  4. Ziel der Studie: Verbesserung der Diagnose, Behandlung und Lebensqualität von Kindern mit seltenen ZNS-Tumoren
  5. Wie lange dauert die Studie: Information nicht verfügbar
  6. Studienmerkmale: nicht-interventionelles, internationales Register, es werden keine neuen Behandlungen getestet

Studienzentren

5 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet.

  • Studienzentrum

    Augsburg

    Status unbekannt
  • Charité – Universitätsmedizin Berlin

    Berlin

    Status unbekannt
  • Medizinische Hochschule Hannover

    Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover

    In Vorbereitung
  • Studienzentrum

    Heidelberg

    Status unbekannt
  • Universitätsklinikum Augsburg

    Aktiv, nicht rekrutierend

Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.

Medizinische Redaktion

  • Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
  • PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin

Diese Beschreibung wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.