Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit einer neuartigen CAR-T-Zelltherapie (CTX112) bei schweren Autoimmunerkrankungen
- Geschlecht
- Frauen und Männer
- Alter
- 18–70 Jahre
- Studienart
- Interventionell
- Therapielinie
- Rezidiv / refraktär
- Phase
- Phase I
Worum geht es in dieser Studie?
Bei schweren Autoimmunerkrankungen reichen herkömmliche Therapien oft nicht aus, um die Krankheit zu kontrollieren. Ein neuer Ansatz nutzt genetisch veränderte Immunzellen, um die fehlgeleitete Immunreaktion gezielt zu unterbrechen. Ziel der CRSP-AID-500-Studie ist es, die Sicherheit und Wirksamkeit der Immuntherapie mit CTX112 zu untersuchen. Teilnehmen können Frauen und Männer zwischen 18 und 70 Jahren mit systemischem Lupus erythematodes (SLE), systemischer Sklerose (SSc) oder idiopathischer entzündlicher Myopathie (IIM), deren Erkrankung auf bisherige Behandlungen nicht angesprochen hat.
Studienablauf
Voraussetzungen
Diagnose: Systemischer Lupus erythematodes, systemische Sklerose, idiopathische entzündliche Myopathie
Alter: 18–70 Jahre
Wichtige Einschlusskriterien: mittelschwere bis schwere Organbeteiligung (z. B. Nieren, Lunge, Haut); hat auf bisherige Therapien nicht angesprochen
Zuteilung
Einarmige Studie
Behandlung
Nachbeobachtung
Diagnose: Systemischer Lupus erythematodes, systemische Sklerose, idiopathische entzündliche Myopathie
Alter: 18–70 Jahre
Wichtige Einschlusskriterien: mittelschwere bis schwere Organbeteiligung (z. B. Nieren, Lunge, Haut); hat auf bisherige Therapien nicht angesprochen
Einarmige Studie
Ausführliche Beschreibung
Autoimmunerkrankungen entstehen, wenn das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreift. Dazu zählen der systemische Lupus erythematodes (SLE), die systemische Sklerose (SSc) und idiopathisch entzündliche Myopathien (IIM). Bei diesen Erkrankungen spielen bestimmte weiße Blutkörperchen, die sogenannten B-Zellen, eine zentrale Rolle. Sie produzieren Antikörper, die Entzündungen in Organen wie Nieren, Haut, Lunge oder Muskeln auslösen. Wenn man das Immunsystem mit Medikamenten nicht wieder ausreichend beruhigen kann, spricht man von einer refraktären (therapieresistenten) Erkrankung. In dieser Studie wird das Prüfpräparat CTX112 untersucht. Dabei handelt es sich um eine sogenannte CAR-T-Zelltherapie. Im Gegensatz zu herkömmlichen CAR-T-Zell-Therapien, bei denen die körpereigenen Immunzellen der Patient*innen im Labor verändert werden, verwendet man für CTX112 Zellen von gesunden Spender*innen (allogene T-Zellen). Die Zellen der Spender*innen werden mithilfe der "Genschere" CRISPR-Cas9 so bearbeitet, dass sie gezielt das CD19-Oberflächenantigen auf den krankheitstreibenden B-Zellen der Patient*innen erkennen und diese ausschalten sollen, um das Immunsystem "zurückzusetzen" und die Krankheitssymptome langfristig zu lindern.
Ziel der vorliegenden Phase-1-Studie ist es, die Sicherheit und Wirksamkeit der CTX112 CAR-T-Zell-Therapie zu untersuchen. Es soll ermittelt werden, welche Dosis sicher verabreicht werden kann und welche Nebenwirkungen auftreten (z. B. Reaktionen des Immunsystems). Vor der Behandlung erhalten die Patient*innen eine Chemotherapie (Lymphodepletion), die die Zahl der körpereigenen Immunzellen reduziert, um Platz für die neuen Zellen zu schaffen und das eigene Immunsystem vorübergehend zu unterdrücken, damit die CTX112-Zellen nicht abgestoßen werden. Anschließend wird CTX112 als einmalige Infusion in die Vene verabreicht. Nach der Behandlung werden die Patient*innen engmaschig überwacht, um mögliche Nebenwirkungen sofort behandeln zu können. Die Studie untersucht auch, wie lange die Zellen im Körper überleben und wie sich die Krankheitsaktivität (z. B. Autoantikörper-Spiegel, Haut- oder Organveränderungen) im Verlauf verändert. Die Nachbeobachtung läuft über einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren.
Teilnehmen können Frauen und Männer zwischen 18 und 70 Jahren mit einer gesicherten Diagnose von SLE (inklusive Lupus-Nephritis), systemischer Sklerose (mit aktiver Haut- oder Lungenbeteiligung) oder idiopathischer entzündlicher Myopathie (mit mittelschwerer bis schwerer Beteiligung), die auf Standardtherapien nicht angesprochen haben. Ausgeschlossen sind unter anderem Patient*innen mit schweren Erkrankungen des zentralen Nervensystems, schweren Infektionen oder vorheriger Zell-/Gentherapie.
Fakten
- Welche Erkrankung: systemischer Lupus erythematodes (SLE), systemische Sklerose (SSc), idiopathische entzündliche Myopathie (IIM)
- Krebs-Merkmale: refraktär (auf Standardbehandlung nicht ansprechend), mittelschwere bis schwere Organbeteiligung (z. B. Nieren, Lunge, Haut)
- Was untersucht die Studie: Sicherheit, Verträglichkeit, Pharmakokinetik und vorläufige Wirksamkeit CTX112 CAR-T-Zell-Therapie
- Ziel der Studie: Ermittlung der sicheren Dosis und Prüfung, ob die Therapie die Krankheitsaktivität senken kann
- Wie lange dauert die Studie: einmalige Behandlung + Nachbeobachtung für bis zu 5 Jahre
- Studienmerkmale: Phase-1, ein Behandlungsarm, nicht verblindet (offen), Einsatz von allogenen (Spender*innen-) CAR-T-Zellen mit CRISPR-Cas9-Modifikation
Studienzentren
4 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet.
University of Augsburg
86156 Augsburg
RekrutierendMedizinische Hochschule Hannover
30625 Hannover
RekrutierendUniversitätsklinikum Köln (AöR)
Kerpener Strasse 62, 50937 Köln
RekrutierendUniversitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55131 Mainz
Rekrutierend
Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.
- Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
- PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin
Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT06925542) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.


