Studie zur Untersuchung der optimalen Behandlungsdauer von CDK4/6 Hemmern bei fortgeschrittenem Brustkrebs (Metastasen)
- Geschlecht
- Frauen
- Alter
- ab 18 Jahren
- Studienart
- Interventionell
- Therapielinie
- Erstlinie
- Phase
- Phase II
Worum geht es in dieser Studie?
Die Behandlung von Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs hat sich in den letzten Jahren durch die Entwicklung neuer Medikamente deutlich verbessert. Durch die neue Gruppe der CDK4/6-Hemmer konnte man einen zusätzlichen Vorteil für Patient*Innen erlangen. Allerdings weiß man noch nicht genau, wie lange der ideale Behandlungszeitraum dauern sollte. Ziel der DISCUSS-Studie ist es, weitere Erkenntnisse über die optimale Therapiedauer mit CDK4/6-Hemmern zu gewinnen. An der Studie können Patientinnen nach der Menopause mit bereits metastasiertem, Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem Brustkrebs teilnehmen, wenn unter antihormoneller Therapie zusammen mit CDK4/6-Hemmern die Erkrankung seit mindestens 12 Monaten unter Kontrolle gehalten werden konnte.
Studienablauf
Voraussetzungen
Diagnose: Brustkrebs
Alter: ab 18 Jahren
Therapielinie: Unabhängig von Therapielinie
Wichtige Einschlusskriterien: Hormonrezeptor positiv; HER2/neu negativ; Frau; metastasiert; seit 12 Monaten stabil unter Kombinationstherapie (endokriner Therapie und CDK4/6 Hemmer)
Zuteilung
Randomisierung
Behandlung
Nachbeobachtung
Diagnose: Brustkrebs
Alter: ab 18 Jahren
Therapielinie: Unabhängig von Therapielinie
Wichtige Einschlusskriterien: Hormonrezeptor positiv; HER2/neu negativ; Frau; metastasiert; seit 12 Monaten stabil unter Kombinationstherapie (endokriner Therapie und CDK4/6 Hemmer)
Randomisierung
Ausführliche Beschreibung
Eine häufige Eigenschaft von Brustkrebszellen ist das Vorhandensein von Hormonrezeptoren auf ihrer Oberfläche. Etwa 70 Prozent aller Brustkrebspatientinnen haben einen Hormonrezeptor-positiven Tumor. Das bedeutet, dass weibliche Hormone wie Östrogen das Krebswachstum fördern, indem sie sich an die Tumorzellen binden. Deshalb verwendet man Medikamente, die die Ausschüttung der Hormone gezielt verhindern oder die Hormonrezeptoren blockieren. Die Nachbehandlung (adjuvante Therapie) der Erkrankung nach erfolgter erster Chemotherapie und Operation besteht daher häufig aus einer Antihormontherapie, da sich hierdurch eventuell noch vorhandene Tumorzellen bekämpfen lassen. Wenn der Krebs im Körper gestreut hat (metastasiert), besteht das Ziel der Behandlung darin, die Erkrankung so lange wie möglich „in Schach zu halten“. So können Patient*Innen immer häufiger über sehr viele Jahre mit guter Lebensqualität leben. Als Standardtherapie gilt nach der Operation in der fortgeschrittenen Situation bei postmenopausalen Patient*innen eine Antihormontherapie, mit Medikamenten wie Fulvestrant, Tamoxifen oder Aromatasehemmern. Zusätzlich zu dieser antihormonellen Therapie erfolgt mittlerweile häufig direkt eine Kombination mit einem weiteren Medikament, einem CDK4/6-Hemmer, der die Wirkung der Antihormontherapie verstärken kann. Medikamente dieser Gruppe sind Palbociclib oder Abemaciclib. Diese Medikamente sind bereits Teil der Standardbehandlung.
In der DISCUSS-Studie sollen nun Daten dazu gewonnen werden, zu welchem Zeitpunkt die zusätzliche Behandlung mit CDK4/6-Hemmern beendet werden kann, bei Fortlaufen der Antihormontherapie, ohne dass dadurch den Patient*Innen ein Nachteil im weiteren Krankheitsverlauf entsteht. Dies dient dazu, die Therapie und potenzielle Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten. Dazu werden Patientinnen zufällig (randomisiert) in 2 Gruppen eingeteilt. Nach 12 Monaten Antihormontherapie + CDK 4/6-Hemmer wird im experimentellen Arm der Studie nur noch die Antihormonbehandlung ohne CDK 4/6-Hemmer fortgeführt, im anderen Arm nehmen die Patientinnen beide Medikamente ohne Änderung weiter ein. Die Patient*innen werden dann über einen Zeitraum von 12 Monaten beobachtet, ob der Tumor fortschreitet. Beide Gruppen werden dabei miteinander verglichen und, es wird geschaut, ob die Fortführung der Kombination beider Medikamente einen Vorteil bringt. Insgesamt erfolgt eine Nachbeobachtung von 4,5 Jahren.
An der Studie können postmenopausale Patientinnen ab 18 Jahren teilnehmen, die an Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem Brustkrebs im metastasierten Stadium (Stadium 4) erkrankt sind. Die Metastasen dürfen nicht im Gehirn liegen. Die Erkrankung muss mit Kombinationstherapie (Antihormontherapie und CDK4/6-Hemmer) seit mindestens 12 Monaten kontrolliert sein, d.h. entweder komplett zurückgegangen, teilweise zurückgegangen oder stabil.
Fakten
- Welche Erkrankung: Hormonrezeptor-positiver, HER2-negativer Brustkrebs
- Krebsmerkmale: metastasiert (Stadium IV), seit 12 Monaten unter Antihormontherapie + CDK 4/6-Hemmer kontrolliert
- Was untersucht die Studie: Effekt von geplantem Absetzen des CDK 4/6-Hemmers bei HR+, HER2-, metastasiertem Brustkrebs
- Ziel der Studie: neue Erkenntnisse über optimale Therapiedauer mit CDK 4/6-Hemmern
- Wie lange dauert die Studie: Zunächst 12 Monate, gesamter Beobachtungszeitraum 54 Monate
- Studienmerkmale: Randomisierte Phase 2 Studie
Studienzentren
15 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet. Finden Sie ein Zentrum in Ihrer Nähe.
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Berlin
RekrutierendVivantes - Netzwerk fuer Gesundheit GmbH
Berlin
RekrutierendHämatologische Onkologische Praxis im Medicum
Bremen
RekrutierendSt. Johannes Hospital Dortmund
Johannesstraße 9-13, 44137 Dortmund
Aktiv, nicht rekrutierendPraxis und Tagesklinik
Friedrichshafen
Aktiv, nicht rekrutierendHausärztliche und Onkologische Gemeinschaftspraxis
Gerlingen
Rekrutierend
Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.
- Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
- PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin
Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT06207734) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.


