Die Wirkung von virtuellem, imaginärem und klassischem Waldbaden auf Menschen mit krebsbedingter Erschöpfung
- Geschlecht
- Frauen und Männer
- Alter
- ab 18 Jahren
- Studienart
- Interventionell
- Therapielinie
- alle
- Phase
- —
Worum geht es in dieser Studie?
Menschen, die eine Krebsbehandlung abgeschlossen haben und weiterhin unter starker Erschöpfung (Fatigue) leiden, können von Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen wie naturbasierten Verfahren im Wald (Waldbaden), in virtueller Form mittels Virtual-Reality-Brille oder als angeleitete Vorstellungsübung profitieren. Ziel der FOREST-Studie ist es, zu untersuchen, ob verschiedene naturbasierte Therapien die Beschwerden und die Lebensqualität verbessern können. Teilnehmen können von Fatigue betroffene Patient*innen ab 18 Jahren, die ihre Krebsbehandlung abgeschlossen haben und bei denen aktuell keine weitere Therapie geplant ist.
Studienablauf
Voraussetzungen
Diagnose: Krebsbedingte Fatigue
Alter: ab 18 Jahren
Therapielinie: Unabhängig von Therapielinie
Wichtige Einschlusskriterien: abgeschlossene Therapie; anhaltende Fatigue
Zuteilung
Randomisierung
Behandlung
Nachbeobachtung
Diagnose: Krebsbedingte Fatigue
Alter: ab 18 Jahren
Therapielinie: Unabhängig von Therapielinie
Wichtige Einschlusskriterien: abgeschlossene Therapie; anhaltende Fatigue
Randomisierung
Ausführliche Beschreibung
Viele Patient*innen erleben nach einer Krebserkrankung anhaltende Erschöpfung (Fatigue). Diese Form der Müdigkeit ist oft stärker als normale Erschöpfung und kann den Alltag, die Konzentration und das emotionale Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen. Die genauen Ursachen sind vielfältig und können sowohl körperliche Faktoren (z. B. Auswirkungen der Krebstherapie oder Entzündungsprozesse) als auch psychische Belastungen umfassen. Eine Standardbehandlung für diese Form der Erschöpfung ist nicht eindeutig festgelegt. Häufig werden Bewegung, psychosoziale Unterstützung und ergänzende Therapien empfohlen.
Ziel der FOREST-Studie ist es, drei unterschiedliche naturbasierte Ansätze hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Beschwerden und Lebensqualität nach einer Krebserkrankung miteinander zu vergleichen: klassisches „Waldbaden“ im echten Wald, eine virtuelle Wald-Erfahrung mit einer Virtual-Reality-(VR)-Brille sowie eine angeleitete Vorstellungsübung (Imagination). Alle Sitzungen dauern jeweils 30 Minuten und finden einmal pro Woche über 8 Wochen statt. Es soll durch Sinneseindrücke wie Sehen, Hören, Riechen und Fühlen positive Effekte auf Körper und Psyche erzielt werden. Die Patient*innen werden dafür nach dem Zufallsprinzip (randomisiert) auf vier Gruppen aufgeteilt: Es gibt drei Therapiegruppen und eine Gruppe, die zunächst keine Behandlung erhält und am Ende eine Einheit VR Waldbaden erleben darf. Die Studie ist nicht verblindet (offen), das heißt, sowohl das ärztliche Team als auch Patient*innen wissen, welche Intervention durchgeführt wird. Das primäre Ziel der Studie ist dabei die konkrete Bewertung von Fatigue, Schlaf, depressiven Beschwerden und Konzentration nach einem Zeitraum von 8 Wochen.
Teilnehmen können Patient*innen, die ihre Krebstherapie abgeschlossen haben (mit Ausnahme von endokriner adjuvanter Langzeittherapie) und unter Fatigue leiden. Ausgeschlossen sind Patient*innen, bei denen bestimmte gesundheitliche Gründe gegen eine Teilnahme sprechen. Dazu gehören eine nicht ausreichend behandelte schwere Depression, Asthma, Allergien gegen Kiefern- oder Zitrusdüfte, ein fehlender Geruchssinn, starke Reiseübelkeit oder Krampfanfälle sowie Seh- oder Hörbeeinträchtigungen, die nicht durch Hilfsmittel ausgeglichen werden können.
Fakten
- Welche Erkrankung: Erschöpfung (Fatigue) nach einer Krebserkrankung
- Krebs-Merkmale: Behandlung abgeschlossen, anhaltende Fatigue, endokriner adjuvanter Langzeittherapie
- Was untersucht die Studie: Wirkung von naturbasierten Therapien (Waldbaden real, virtuell oder in der Vorstellung) auf Fatigue, Schlaf, Stimmung, Konzentration und Lebensqualität
- Ziel der Studie: Prüfen, ob naturbasierte Therapien Beschwerden und Lebensqualität bei Patient*innen nach einer Krebserkrankung verbessern können
- Wie lange dauert die Studie: ca. 8 Wochen Intervention, Gesamtstudie bis Ende 2027
- Studienmerkmale: naturbasierte Interventionsstudie, zufällige Zuteilung (randomisiert), offen (nicht verblindet), 4 Gruppen (3 Therapien + Warteliste)
Studienzentren
3 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet.
Dr med. Marcela Winkler
70439 Stuttgart
Status unbekanntPD Dr. Claudia Löffler
97080 Würzburg
Status unbekanntUniversitätsklinikum Würzburg
Josef-Schneider-Str. 6, 97080 Würzburg
Rekrutierend
Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.
- Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
- PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin
Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT06931132) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.


