Untersuchung eines neuen Antikörper-Wirkstoff-Konjugats bei Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem, fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs
- Geschlecht
- Frauen und Männer
- Alter
- ab 18 Jahren
- Studienart
- Interventionell
- Therapielinie
- Rezidiv / refraktär
- Phase
- Phase III
Worum geht es in dieser Studie?
Bei fortgeschrittenem, Hormonrezeptor-positivem und HER2-negativem Brustkrebs wird zunächst eine Kombination mit einer Antihormontherapie und sogenannten CDK4/6-Hemmern eingesetzt, doch bei einem Fortschreiten der Erkrankung werden neue Therapieoptionen benötigt. Ziel der HERTHENA-Breast04-Studie ist es, zu untersuchen, ob das neue Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Patritumab Deruxtecan im Vergleich zu einer Standardtherapie das Fortschreiten der Erkrankung verzögern und das Gesamtüberleben verlängern kann. Frauen und Männer ab 18 Jahren mit Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, deren Erkrankung unter einer Behandlung mit einem CDK4/6-Hemmer und einer Antihormontherapie fortgeschritten ist, können an dieser Studie teilnehmen.
Studienablauf
Voraussetzungen
Diagnose: Brustkrebs (Mammakarzinom)
Alter: ab 18 Jahren
Therapielinie: Rezidiv / primär refraktär
Wichtige Einschlusskriterien: Hormonrezeptor-positiv; HER2-negativ; lokal fortgeschritten oder metastasiert
Zuteilung
Randomisierung
Behandlung
Nachbeobachtung
Diagnose: Brustkrebs (Mammakarzinom)
Alter: ab 18 Jahren
Therapielinie: Rezidiv / primär refraktär
Wichtige Einschlusskriterien: Hormonrezeptor-positiv; HER2-negativ; lokal fortgeschritten oder metastasiert
Randomisierung
Ausführliche Beschreibung
Brustkrebs (Mammakarzinom) ist eine bösartige Erkrankung des Brustdrüsengewebes, bei der eine unkontrollierte Vermehrung von Zellen der Brustdrüse vorliegt. Die Therapie der Erkrankung ist von zahlreichen Faktoren abhängig, z. B. dem Allgemeinzustand der Patient*innen, dem Stadium (Ausdehnung) der Erkrankung, nachweisbaren Hormonrezeptoren auf der Oberfläche der Krebszellen (Östrogenrezeptor-, Progesteronrezeptor-positiv) und dem Auftreten des HER2-Rezeptors auf den Zellen (HER2-positiv). In einem fortgeschrittenen Stadium, wenn zum Beispiel bereits Absiedelungen des Brustkrebses im Körper nachweisbar sind (Metastasen), ist die Erkrankung häufig nicht mehr heilbar. Hormonrezeptor-positiver Brustkrebs wird standardmäßig mit einer Antihormontherapie behandelt, die häufig mit sogenannten CDK4/6-Hemmern kombiniert wird, da diese Kombination das Fortschreiten der Erkrankung hinauszögern kann. Wenn die Erkrankung trotz dieser Behandlung weiter fortschreitet, wird nach neuen Therapiemöglichkeiten gesucht. Patritumab Deruxtecan (auch bekannt als HER3-DXd) ist ein neues Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, das bisher nicht zur Behandlung von Brustkrebs zugelassen ist. Es besteht aus einem Antikörper, der gezielt an den HER3-Rezeptor auf der Oberfläche von Krebszellen bindet und einem zellschädigenden Wirkstoff (Topoisomerase-I-Hemmer), der nach dem Eindringen in die Krebszelle freigesetzt wird und diese zerstört.
Ziel der vorliegenden Phase-3-Studie ist es, die Wirksamkeit und Sicherheit von Patritumab Deruxtecan im Vergleich zur Standardtherapie zu untersuchen. Die Patient*innen werden zufällig (randomisiert) einer von zwei Studiengruppen zugeteilt. Im Studienarm erhalten die Patient*innen Patritumab Deruxtecan als Infusion über die Vene (intravenös) alle drei Wochen. Im Kontrollarm erhalten die Patient*innen eine Therapie nach Wahl der behandelnden Ärzt*innen, die als Infusion über die Vene oder als Tablette verabreicht wird. Die Studie ist nicht verblindet (offen), d. h. sowohl die Patient*innen als auch das ärztliche Personal wissen, welche Behandlung durchgeführt wird. Als Hauptziele der Studie werden das progressionsfreie Überleben (die Zeit bis die Erkrankung wieder zunimmt) und das Gesamtüberleben untersucht. Darüber hinaus werden die Lebensqualität und die Verträglichkeit der Behandlung erfasst. Die voraussichtliche Studiendauer beträgt etwa 85 Monate.
Frauen und Männer ab 18 Jahren mit Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, deren Erkrankung unter einer Behandlung mit einem CDK4/6-Hemmer und einer Antihormontherapie fortgeschritten ist, können an dieser Studie teilnehmen. Es darf keine Operation als kurative (heilende) Therapieoption zur Verfügung stehen und die Patient*innen dürfen bisher keine Chemotherapie im fortgeschrittenen Stadium erhalten haben.
Fakten
- Welche Erkrankung: Brustkrebs (Mammakarzinom)
- Krebsmerkmale: Hormonrezeptor-positiv, HER2-negativ, lokal fortgeschritten oder metastasiert
- Was untersucht die Studie: Wirksamkeit und Sicherheit von Patritumab Deruxtecan (HER3-DXd) im Vergleich zu einer Standardtherapie nach Wahl der Studienärzt*innen
- Ziel der Studie: Prüfen, ob Patritumab Deruxtecan das Fortschreiten der Erkrankung verzögern und das Gesamtüberleben verlängern kann
- Studiendauer: ca. 85 Monate
- Studienmerkmale: Phase-3-Studie, offen (nicht verblindet), randomisiert, zwei Behandlungsgruppen
Studienzentren
15 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet. Finden Sie ein Zentrum in Ihrer Nähe.
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Chariteplatz 1, 10117 Berlin
Status unbekanntKlinikum Chemnitz gGmbH
Flemmingstrasse 4, 09116 Chemnitz
Status unbekanntKlinikum Lippe GmbH
Roentgenstrasse 18, 32756 Detmold
RekrutierendKlinikum Dortmund
Beurhausstrasse 40, 44137 Dortmund
RekrutierendLuisenkrankenhaus GmbH & Co. KG
Luise-Rainer-Strasse 6-10, 40235 Duesseldorf
Status unbekanntUniversitätsklinikum Erlangen
Universitaetsstrasse 21-23, 91054 Erlangen
Status unbekannt
Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.
- Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
- PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin
Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT07060807) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.


