KiTDS-CareRekrutierend

Untersuchung des Unterstützungsbedarfs von Familien mit Kindern mit Tumordispositionssyndrom

Geschlecht
Frauen und Männer
Alter
bis 18 Jahre
Studienart
Beobachtend
Therapielinie
alle
Phase

Worum geht es in dieser Studie?

Das Auftreten von Tumordispositionssyndromen (TDS) kann für die betroffenen Kinder und deren Familien eine große Belastung darstellen. Bisher fehlen umfassende Daten zur Betreuung dieser Familien in Deutschland. Ziel der KiTDS-Care-Studie ist es, die aktuelle Versorgungslage von Familien mit Kindern mit Tumordispositionssyndrom zu untersuchen und auf dieser Basis Empfehlungen zur Verbesserung der Betreuung dieser Familien zu entwerfen. Teilnehmen können Familien mit einem an TDS erkrankten Kind im Alter von bis zu 18 Jahren.

Studienablauf

Voraussetzungen

Diagnose: Tumordispositionssyndrom (TDS)

Alter: 0–18 Jahre

Therapielinie: Unabhängig von Therapielinie

Wichtige Einschlusskriterien: keine unzumutbare psychische oder physische Belastung durch Studienteilnahme; Kinder und Familienangehörige

Zuteilung

Einarmige Studie

Behandlung

prospektive QuerschnittsstudieOnline-Fragebögen für Eltern und Kinder ab 11 Jahren + vertiefte Interviews mit einem Teil der befragten Eltern und Expert*innen

Nachbeobachtung

Ausführliche Beschreibung

Tumordispositionssyndrome (TDS) sind genetische Erkrankungen, die das Risiko für das Auftreten bestimmter Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter deutlich erhöhen. Hierzu zählt z. B. das Li-Fraumeni-Syndrom. Etwa 10 % aller Kinder mit Krebs haben ein TDS. Neben medizinischen Herausforderungen erleben betroffene Familien oft große psychosoziale Belastungen, z. B. die Unsicherheit über genetische Risiken, regelmäßige Untersuchungen und die emotionale Verarbeitung der Diagnose. Derzeit fehlen verlässliche Daten zur Versorgungssituation betroffener Familien in Deutschland.

Ziel der vorliegenden prospektiven Querschnittsstudie ist es, die aktuelle Versorgungslage und den Unterstützungsbedarf von Familien mit Kindern mit Tumordispositionssyndrom zu analysieren und daraus konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der Betreuung abzuleiten. Im Rahmen dieser Studie werden also keine Medikamente oder neuen Therapieformen getestet. Die Datenerhebung erfolgt in mehreren Abschnitten unter Verwendung verschiedener Methoden (mixed-methods Querschnittsdesign). Zunächst wird eine systematische Literaturrecherche zu bekannten psychosozialen Belastungen und Versorgungslücken bei betroffenen Familien durchgeführt. Im Anschluss füllen Eltern und Kinder ab 11 Jahren Online-Fragebögen zu psychischem Wohlbefinden, Lebensqualität, Bewältigungsstrategien und zur Nutzung bestehender Unterstützungsangebote aus. Abschließend werden vertiefende Interviews mit einem Teil der zuvor befragten Eltern sowie mit Expert*innen aus dem Versorgungsteam durchgeführt, um emotionale Bedürfnisse und Lücken in der psychosozialen Versorgung detailliert zu verstehen. Es sind keine wiederholten Befragungen oder Follow-up-Interviews geplant, die Daten werden bei Teilnehmenden einmalig erhoben. Familien mit einem an TDS erkrankten Kind bis 18 Jahren können an dieser Studie teilnehmen. Kinder ab 11 Jahren dürfen ebenfalls den Online-Fragebogen ausfüllen. Eine Teilnahme ist ausgeschlossen, wenn sie eine unzumutbare psychische oder physische Belastung darstellen würde.

Fakten

  1. Welche Erkrankung: Tumordispositionssyndrom (TDS)
  2. Krebs-Merkmale: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre mit TDS und deren Familie
  3. Was untersucht die Studie: systematische Erfassung des Versorgungssituation und psychosozialen Unterstützungsbedarfs dieser Familien in Deutschland
  4. Ziel der Studie: Ableiten konkreter Handlungsempfehlungen für eine bessere Betreuung der betroffenen Familien
  5. Wie lange dauert die Studie: geplantes Studienende 30.09.2027
  6. Studienmerkmale: prospektiv, multizentrisch, nicht-interventionell, Querschnittsdesign, es werden keine Medikamente oder neuen Therapieformen getestet

Studienzentren

4 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet.

  • Universitätsklinikum Augsburg

    Stenglinstraße 2, 86156 Augsburg

    Rekrutierend
  • Kinderonkologisches Netzwerk (KIONET) Bayern

    Bayern

    Status unbekannt
  • LMU Klinikum

    Aktiv, nicht rekrutierend
  • Universitätsklinikum Erlangen

    Rekrutierend

Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.

Medizinische Redaktion

  • Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
  • PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin

Diese Beschreibung wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.