Zielgerichtete Therapie mit Adagrasib zusätzlich zur Immuntherapie mit Pembrolizumab bei fortgeschrittenem Lungenkrebs mit KRAS-G12C-Mutation
- Geschlecht
- Frauen und Männer
- Alter
- ab 18 Jahren
- Studienart
- Interventionell
- Therapielinie
- Erstlinie
- Phase
- Phase II/III
Worum geht es in dieser Studie?
Bei etwa einem Drittel der Patient*innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) finden sich Veränderungen im sogenannten KRAS-Gen, wobei die KRAS-G12C-Mutation besonders häufig vorkommt und inzwischen gezielt mit speziellen Medikamenten behandelt werden kann. Ziel dieser Studie ist es, die Wirksamkeit der Kombination aus Adagrasib und Pembrolizumab im Vergleich zur alleinigen Behandlung mit Pembrolizumab zu untersuchen, insbesondere hinsichtlich des Tumoransprechens sowie der Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung. Teilnehmen können Frauen und Männer ab 18 Jahren mit bisher unbehandeltem, nicht operablem oder metastasiertem NSCLC und einer nachgewiesenen KRAS-G12C-Mutation.
Studienablauf
Voraussetzungen
Diagnose: Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC)
Alter: ab 18 Jahren
Therapielinie: Erstlinie / bisher keine Therapie
Wichtige Einschlusskriterien: KRAS-G12C-Mutation
Zuteilung
Einarmige Studie
Behandlung
Nachbeobachtung
Diagnose: Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC)
Alter: ab 18 Jahren
Therapielinie: Erstlinie / bisher keine Therapie
Wichtige Einschlusskriterien: KRAS-G12C-Mutation
Einarmige Studie
Ausführliche Beschreibung
Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) ist die häufigste Form von Lungenkrebs. Bei manchen Menschen wird eine Veränderung im KRAS-Gen gefunden, die sogenannte KRAS-G12C-Mutation. Diese Mutation führt dazu, dass Krebszellen dauerhaft Wachstumssignale erhalten und sich unkontrolliert vermehren. Standardtherapien bei fortgeschrittenem NSCLC umfassen häufig Immuntherapien wie Pembrolizumab, Chemotherapie oder Kombinationen daraus. Pembrolizumab (KEYTRUDA®) unterstützt das Immunsystem dabei, Krebszellen besser zu erkennen und anzugreifen. Adagrasib (MRTX849) ist eine zielgerichtete Therapie, die speziell die KRAS-G12C-Mutation blockiert und dadurch das Tumorwachstum bremsen soll. Pembrolizumab wird als Infusion über die Vene verabreicht, Adagrasib kann oral in Tablettenform eingenommen werden.
Ziel der vorliegenden Phase-2/3-Studie ist es, die Wirksamkeit der Kombination aus Adagrasib und Pembrolizumab im Vergleich zur alleinigen Behandlung mit Pembrolizumab zu untersuchen. Die Studie besteht aus einem Phase-2- und einem Phase-3-Teil. In Phase 2 der Studie wird untersucht, wie gut Adagrasib allein oder in Kombination mit Pembrolizumab wirkt und wie verträglich die Behandlungen sind. Dazu werden die Patient*innen in drei Kohorten eingeteilt. Patient*innen mit einer niedrigen PD-L1-Expression werden nach dem Zufallsprinzip aufgeteilt und erhalten entweder Adagrasib allein oder die Kombination aus Adagrasib und Pembrolizumab. PD-L1 ist ein Oberflächenprotein auf den Krebszellen, das an der Hemmung des Immunsystems beteiligt ist. Menschen mit einer höheren PD-L1-Expression erhalten die Kombinationstherapie. In Phase-3 der Studie wird die Kombination aus Adagrasib und Pembrolizumab direkt mit Pembrolizumab allein bei Patient*innen mit KRAS-G12C-Mutation und hoher PD-L1-Expression verglichen. Dabei wird untersucht, ob die Kombinationstherapie besser wirkt, wie gut sie verträglich ist, wie lange die Erkrankung unter Kontrolle bleibt und welchen Einfluss die Behandlung auf die Lebensqualität hat. Die Studie ist nicht verblindet (offen), das bedeutet, dass sowohl die Patient*innen als auch die behandelnden Ärzt*innen wissen, welche Therapie gegeben wird. Hauptziel der Studie ist es, zu prüfen, ob die Kombinationstherapie das Fortschreiten der Erkrankung verzögern und das Überleben verbessern kann.
Teilnehmen können Patient*innen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC mit KRAS-G12C-Mutation, die bisher noch keine medikamentöse Behandlung gegen die fortgeschrittene Erkrankung erhalten haben. Patient*innen mit aktiven oder bestimmten unbehandelten Hirnmetastasen, Hirnstammbefall, häufigen Krampfanfällen oder neurologischen Beschwerden durch Hirnmetastasen können nicht an der Studie teilnehmen. Ebenfalls ausgeschlossen sind Menschen, die wegen Hirnmetastasen höhere Dosen Kortison benötigen oder innerhalb der letzten sechs Monate eine hochdosierte Bestrahlung der Lunge erhalten haben.
Fakten
- Welche Erkrankung: nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC)
- Krebsmerkmale: fortgeschritten oder metastasiert, KRAS-G12C-Mutation, unbehandelt, teilweise PD-L1-Expression erforderlich
- Was untersucht die Studie: Adagrasib + Pembrolizumab im Vergleich zu Pembrolizumab allein
- Ziel der Studie: Prüfen, ob die Kombination das Tumorwachstum länger kontrollieren kann (Ansprechrate und progressionsfreies Überleben)
- Wie lange dauert die Studie: Phase-2 etwa 22 Monate, Phase-3 etwa 36 Monate; Gesamtstudie bis ca. 2032
- Studienmerkmale: internationale Phase-2/3-Studie mit mehreren Behandlungsgruppen, randomisiert, nicht verblindet (offen)
Studienzentren
40 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet. Finden Sie ein Zentrum in Ihrer Nähe.
Klinikum St. Marien Amberg
Mariahilfbergweg 7, 92224 Amberg
RekrutierendUniversitätsklinikum Augsburg
Stenglinstrasse 2, 86156 Augsburg
RekrutierendHochtaunus-Kliniken
Zeppelinstrasse 20, 61352 Bad Homburg
In VorbereitungLocal Institution - 007-2231
14089 Berlin
In VorbereitungStadtisches Klinikum Braunschweig - Celler Strasse 38
38114 Braunschweig
RekrutierendStädtisches Klinikum Braunschweig gGmbH
Celler Strasse 38, 38114 Braunschweig
Status unbekannt
Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.
- Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
- PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin
Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT04613596) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.


