PONTIACRekrutierend

Medikamentenstudie zur Erstlinientherapie mit Trastuzumab-Deruxtecan im Vergleich zu einer Antihormontherapie bei fortgeschrittenem Brustkrebs mit HER2-niedriger Ausprägung

Geschlecht
Frauen und Männer
Alter
ab 18 Jahren
Studienart
Interventionell
Therapielinie
Erstlinie
Phase
Phase II

Worum geht es in dieser Studie?

Die Standardtherapie bei fortgeschrittenem, Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs umfasst in der Regel eine Antihormontherapie in Kombination mit einem CDK4/6-Hemmer. Ziel der PONTIAC-Studie ist es, zu untersuchen, ob das Medikament Trastuzumab-Deruxtecan als erste Behandlung (Erstlinientherapie) wirksamer ist als die bisherige Standardbehandlung mit einem CDK4/6-Hemmer plus Antihormontherapie. Frauen und Männer ab 18 Jahren mit fortgeschrittenem oder metastasiertem (gestreutem), Hormonrezeptor-positivem und HER2-niedrig exprimierendem Brustkrebs, deren Tumor als nicht-luminal eingestuft wird, können an dieser Studie teilnehmen.

Studienablauf

Voraussetzungen

Diagnose: Brustkrebs (Mammakarzinom)

Alter: ab 18 Jahren

Therapielinie: Erstlinie / bisher keine Therapie

Wichtige Einschlusskriterien: Hormonrezeptor-positiv; HER2-niedrig exprimierend (HER2-low/ultralow); nicht-luminaler Subtyp; metastasiert oder lokal fortgeschritten

Zuteilung

Randomisierung

Behandlung

Trastuzumab deruxtecan (T-DXd, DS-8201a)
CDK4/6-Hemmer + Antihormontherapienach ärztlicher Empfehlung

Nachbeobachtung

25 Monate

Ausführliche Beschreibung

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist eine bösartige Erkrankung des Brustdrüsengewebes, bei der eine unkontrollierte Vermehrung von Zellen der Brustdrüse vorliegt. Die Therapie der Erkrankung ist von zahlreichen Faktoren abhängig, z. B. dem Allgemeinzustand der Patient*innen, dem Stadium der Erkrankung, nachweisbaren Hormonrezeptoren auf der Oberfläche der Krebszellen (Östrogenrezeptor- bzw. Progesteronrezeptor-positiv) und dem Auftreten des HER2-Rezeptors auf den Tumorzellen. Bei HER2-niedrig exprimierenden Tumoren (HER2-low oder HER2-ultralow) ist der HER2-Rezeptor zwar auf der Zelloberfläche vorhanden, allerdings nur in geringer Menge. Neuere Medikamente wie Trastuzumab-Deruxtecan können auch bei dieser niedrigen HER2-Ausprägung gezielt an die Tumorzellen binden. Trastuzumab-Deruxtecan ist eine Antikörper-Wirkstoff-Verbindung, bei der ein Antikörper, der den HER2-Rezeptor erkennt, mit einem Chemotherapeutikum verbunden ist, sodass der Wirkstoff gezielt in die Krebszellen eingeschleust wird und dort seine Wirkung entfalten kann. Das Medikament wird als Infusion über die Vene (intravenös) verabreicht. Trastuzumab-Deruxtecan ist bisher nicht als Erstlinientherapie bei Hormonrezeptor-positivem, HER2-niedrig exprimierendem Brustkrebs zugelassen und wird in dieser Studie in dieser Behandlungssituation untersucht. Ziel der vorliegenden Phase-2-Studie ist es, zu untersuchen, ob das Medikament Trastuzumab-Deruxtecan als Erstlinientherapie wirksamer ist als die bisherige Standardbehandlung mit einem CDK4/6-Hemmer plus Antihormontherapie bei Patient*innen, deren Tumor als nicht-luminal eingestuft wird. Mithilfe einer speziellen Genanalyse (PAM50) wird bestimmt, ob der Tumor einem sogenannten nicht-luminalen Subtyp entspricht. Patient*innen mit diesem Subtyp sprechen möglicherweise weniger gut auf eine reine Antihormontherapie an. In der Studie wird daher geprüft, ob sie von einer gezielten Therapie mit Trastuzumab-Deruxtecan profitieren. In dieser Studie werden die Patient*innen nach dem Zufallsprinzip (randomisiert) einer von zwei Behandlungsgruppen zugeteilt. Im Studienarm (Arm A) erhalten die Patient*innen Trastuzumab-Deruxtecan als Infusion über die Vene (intravenös). Im Kontrollarm (Arm B) erhalten die Patient*innen eine Behandlung mit einem CDK4/6-Hemmer (Palbociclib, Ribociclib oder Abemaciclib) in Kombination mit einer Antihormontherapie (Fulvestrant oder ein Aromatasehemmer). Die Studie ist nicht verblindet (offen), d. h. die Patient*innen und die Studienärzt*innen wissen, welche Behandlung verabreicht wird. Hauptziel der Studie ist es, zu untersuchen, ob Trastuzumab-Deruxtecan das progressionsfreie Überleben (die Zeit, in der die Erkrankung nicht weiter fortschreitet) im Vergleich zur Standardtherapie verlängern kann. Darüber hinaus werden unter anderem das Gesamtüberleben, das Ansprechen auf die Therapie und die Lebensqualität erfasst. Frauen und Männer ab 18 Jahren mit fortgeschrittenem oder metastasiertem (gestreutem), Hormonrezeptor-positivem und HER2-niedrig exprimierendem Brustkrebs können an dieser Studie teilnehmen. Es muss ein nicht-luminaler Subtyp vorliegen und die Patient*innen dürfen bisher keine Therapie für die fortgeschrittene Erkrankung erhalten haben und müssen in einem ausreichenden Allgemeinzustand sein (z. B. gute Herz-, Leber- und Nierenfunktion).

Fakten

  1. Welche Erkrankung: Brustkrebs (Mammakarzinom)
  2. Krebsmerkmale: Hormonrezeptor-positiv, HER2-niedrig exprimierend (HER2-low/ultralow), nicht-luminaler Subtyp, metastasiert oder lokal fortgeschritten
  3. Was untersucht die Studie: Wirksamkeit und Sicherheit von Trastuzumab-Deruxtecan im Vergleich zu einem CDK4/6-Hemmer plus Antihormontherapie als Erstlinientherapie
  4. Ziel der Studie: Prüfen, ob Trastuzumab-Deruxtecan das progressionsfreie Überleben im Vergleich zur Standardtherapie verlängern kann
  5. Studiendauer: bis zu ca. 25 Monate
  6. Studienmerkmale: Phase-2-Studie, randomisiert, offen (nicht verblindet), zwei Behandlungsgruppen

Studienzentren

7 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet. Finden Sie ein Zentrum in Ihrer Nähe.

  • Klinikum Aschaffenburg-Alzenau gemeinnützige GmbH

    Am Hasenkopf 1, 63739 Aschaffenburg

    Rekrutierend
  • MVZ Klinikum Aschaffenburg

    Aschaffenburg

    Rekrutierend
  • Haematologie-Onkologie im Zentrum MVZ GmbH

    Halderstrasse 29, 86150 Augsburg

    Rekrutierend
  • Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

    Fetscherstrasse 74, 01307 Dresden

    Rekrutierend
  • KEM I Evang. Kliniken Essen-Mitte gGmbH

    Henricistrasse 92, 45136 Essen

    Rekrutierend
  • Klinikum Ernst von Bergmann, Potsdam

    Charlottenstrasse 72, 14467 Potsdam

    Status unbekannt

Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.

Medizinische Redaktion

  • Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
  • PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin

Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT06486883) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.