SHRINKRekrutierend

Registerstudie zur Erfassung von Daten über die Verkleinerung von Tumoren mittels Bestrahlung

Geschlecht
Frauen und Männer
Alter
ab 18 Jahren
Studienart
Beobachtend
Therapielinie
alle
Phase

Worum geht es in dieser Studie?

Ein Bestandteil der Behandlung großvolumiger Tumoren ist die Strahlentherapie, bei der verschiedene Bestrahlungstechniken eingesetzt werden können. Bisher beruhen die Erkenntnisse zu diesen Behandlungen jedoch überwiegend auf rückblickenden (retrospektiven) Auswertungen. Daher werden studienbegleitend (prospektiv) erhobene Langzeitdaten benötigt. Ziel der SHRINK-Studie ist es, Behandlungsdaten verschiedener Formen der Strahlentherapie strukturiert zu erfassen und die klassische mit der räumlich fraktionierten Strahlentherapie zu vergleichen. Frauen und Männer ab 18 Jahren mit einem großvolumigen Tumor über 150 ml und einer Indikation für eine Strahlentherapie können an dieser Studie teilnehmen.

Studienablauf

Voraussetzungen

Diagnose: Tumoren

Alter: ab 18 Jahren

Therapielinie: Unabhängig von Therapielinie

Wichtige Einschlusskriterien: großvolumig (über 150 ml); Indikation für eine Strahlentherapie

Zuteilung

Einarmige Studie

Behandlung

Beobachtungsstudiestrukturierte Erfassung von Langzeitbehandlungsdaten zur klassischen und räumlich fraktionierten Strahlentherapie

Nachbeobachtung

Ausführliche Beschreibung

Die Behandlung großvolumiger Tumoren ist komplex und von zahlreichen Faktoren abhängig. Ein Bestandteil der Behandlung kann eine Strahlentherapie sein, bei der energiereiche Strahlung die Tumorzellen schädigen soll. Ziel der Behandlung ist vor allem eine Verringerung der Tumorgröße, was eine Linderung von Symptomen oder eine Verbesserung der Operabilität bewirken soll. Im Rahmen der Strahlentherapie stehen verschiedene Bestrahlungstechniken zur Verfügung, hierzu zählen unter anderem die klassische und die räumlich fraktionierte Strahlentherapie. Bei der klassischen Strahlentherapie wird der gesamte Tumor mit der gleichen Strahlendosis behandelt. Bei großen Tumoren kann dabei verhältnismäßig viel umliegendes gesundes Gewebe geschädigt werden. Gleichzeitig kann die Wirkung in bestimmten Bereichen des Tumors aufgrund der einzuhaltenden Gesamtstrahlendosis eingeschränkt sein. Aus diesem Grund wird bei größeren Tumoren zunehmend eine räumlich fraktionierte Strahlentherapie eingesetzt. Hierbei werden bestimmte Abschnitte des Tumors mit sehr hohen Strahlendosen behandelt, wohingegen andere Teile des Tumors nur wenig bestrahlt werden. Durch die gezielte Zerstörung der Krebszellen werden vermutlich verschiedene Botenstoffe freigesetzt, die auch umliegende, weniger stark bestrahlte Krebszellen schädigen können (sogenannter Bystander-Effekt). Mithilfe dieser Methode soll das umliegende gesunde Gewebe besser geschont werden.

Ziel der vorliegenden Registerstudie ist die strukturierte Erfassung von Langzeitbehandlungsdaten zu verschiedenen Formen der Strahlentherapie bei großvolumigen Tumorerkrankungen. Hierbei sollen insbesondere das Ansprechen des Tumors und das Auftreten von Nebenwirkungen bei der klassischen und räumlich fraktionierten Strahlentherapie verglichen werden. Im Rahmen der Studie wird die Behandlungstechnik angewendet, die von den behandelnden Ärzt*innen empfohlen wird. Es wird kein neuer Therapieansatz untersucht. Es erfolgen klinische und bildgebende Untersuchungen vor Therapiebeginn, am letzten Behandlungstag und im weiteren Verlauf. Die Kontrolluntersuchungen werden, wie in der regulären Nachsorge, ca. vier bis sechs Wochen nach Ende der Therapie und im Anschluss alle drei bis sechs Monate geplant. Die Studie wird monozentrisch am Universitätsklinikum Heidelberg durchgeführt.

Frauen und Männer ab 18 Jahren mit einem großvolumigen Tumor über 150 ml und einer Indikation für eine Strahlentherapie können an dieser Studie teilnehmen.

Fakten

  1. Welche Erkrankung: solide Tumoren
  2. Krebsmerkmale: großvolumig (über 150 ml), Indikation für eine Strahlentherapie
  3. Was untersucht die Studie: Langzeitbehandlungsdaten zu verschiedenen Strahlentherapietechniken
  4. Ziel der Studie: strukturierte Datenerfassung und Vergleich der Behandlungsergebnisse der klassischen und räumlich fraktionierten Strahlentherapie
  5. Studiendauer: Routinenachsorge ca. vier bis sechs Wochen nach Ende der Therapie und im Anschluss alle drei bis sechs Monate; Auswertungen der Studiendaten erfolgen ca. 18 Monate und ca. 36 Monate nach Studienstart (01.09.2025)
  6. Studienmerkmale: prospektiv beobachtende Registerstudie; es wird keine neue Therapie untersucht (Auswahl erfolgt durch die behandelnden Ärzt*innen); monozentrische Durchführung am Universitätsklinikum Heidelberg

Studienzentren

2 Studienzentren in Deutschland sind verzeichnet.

  • Nationales Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg

    Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg

    Rekrutierend
  • Universitätsklinikum Heidelberg

    Heidelberg

    Status unbekannt

Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.

Medizinische Redaktion

  • Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
  • PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin

Diese Beschreibung wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.