TROPION-Breast05Zurückgezogen

Neues Medikament Datopotamab-Deruxtecan mit oder ohne Durvalumab im Vergleich zur Standard-Chemotherapie bei PD-L1-positivem, fortgeschrittenem triple-negativem Brustkrebs

Geschlecht
Frauen und Männer
Alter
ab 18 Jahren
Studienart
Interventionell
Therapielinie
Rezidiv / refraktär
Phase
Phase III

Worum geht es in dieser Studie?

Für Patient*innen mit triple-negativem Brustkrebs, der lokal wiedergekehrt (rezidiviert) und nicht operabel ist oder bereits Metastasen gebildet hat, stehen bislang nur eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, wobei bei PD-L1-positiver Erkrankung eine Chemotherapie in Kombination mit einer Immuntherapie die derzeitige Standardbehandlung darstellt. Ziel der TROPION-Breast05-Studie ist es, zu untersuchen, ob das neue Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Datopotamab-Deruxtecan (Dato-DXd) mit oder ohne Durvalumab wirksamer und sicherer ist als eine Standard-Chemotherapie in Kombination mit Pembrolizumab. Frauen und Männer ab 18 Jahren mit PD-L1-positivem, lokal wiedergekehrtem, nicht operablem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs, die noch keine Chemotherapie oder andere medikamentöse Krebstherapie für das metastasierte/nicht operable Krankheitsstadium erhalten haben, können an dieser Studie teilnehmen.

Studienablauf

Voraussetzungen

Diagnose: Brustkrebs

Alter: ab 18 Jahren

Therapielinie: Rezidiv / primär refraktär

Wichtige Einschlusskriterien: triple-negativ, PD-L1-positiv, lokal wiedergekehrt (rezidiviert), nicht operabel oder metastasiert, nicht vorbehandelt im fortgeschrittenen Stadium

Zuteilung

Randomisierung

Behandlung

Dato-DXd + durvalumabüber die Vene
Chemotherapie + PembrolizumabChemotherapie nach ärztlicher Wahl: Paclitaxel, Nab-paclitaxel, oder Gemcitabin + Carboplatin; über die Vene
Dato-DXdnur in manchen Ländern, bis 75 Patient*innen, dann wird der Studienarm geschlossen; über die Vene

Nachbeobachtung

64 Monate

Ausführliche Beschreibung

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist eine bösartige Erkrankung des Brustdrüsengewebes, bei der eine unkontrollierte Vermehrung von Zellen der Brustdrüse vorliegt. Die Therapie der Erkrankung hängt unter anderem vom Stadium, dem Allgemeinzustand der Patient*innen und den biologischen Merkmalen des Tumors ab. Beim triple-negativen Brustkrebs (TNBC) fehlen auf den Tumorzellen sowohl Hormonrezeptoren (Östrogen- und Progesteronrezeptor) als auch der HER2-Rezeptor, weshalb weder eine Antihormontherapie noch eine gegen HER2 gerichtete Therapie wirksam ist. Im lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Stadium ist eine Heilung in der Regel nicht mehr möglich, sodass das Ziel der Therapie darin besteht, die Erkrankung möglichst lange zu kontrollieren und die Lebensqualität zu erhalten. Bei Patient*innen, deren Tumorzellen den Biomarker PD-L1 in ausreichender Menge aufweisen (PD-L1-positiv), wird derzeit eine Chemotherapie in Kombination mit dem Immuntherapeutikum Pembrolizumab als Erstlinienbehandlung eingesetzt. Datopotamab-Deruxtecan (Dato-DXd) ist ein neuartiges Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, das in dieser Studie für die Behandlung dieser Erkrankung geprüft wird. Es besteht aus einem Antikörper, der gezielt an das Eiweiß TROP2 auf der Oberfläche von Tumorzellen bindet, und einem daran gekoppelten Chemotherapie-Wirkstoff, der so gezielt in die Krebszellen eingeschleust wird. Durvalumab ist ein weiteres Immuntherapeutikum, das die körpereigene Abwehr gegen Krebszellen unterstützen soll.

In dieser offenen Phase-3-Studie werden die Patient*innen nach dem Zufallsprinzip aufgeteilt (randomisiert) und einem von drei Studienarmen zugeordnet. Im ersten Studienarm wird Dato-DXd in Kombination mit Durvalumab als Infusion über die Vene (intravenös) verabreicht. Im Kontrollarm erhalten die Patient*innen eine Standard-Chemotherapie (Paclitaxel, Nab-Paclitaxel oder Gemcitabin in Kombination mit Carboplatin) zusammen mit Pembrolizumab, ebenfalls als intravenöse Infusion. In einem dritten Studienarm wird Dato-DXd als Einzeltherapie verabreicht. Das Hauptziel der Studie ist es, zu prüfen, ob die Behandlung mit Dato-DXd und Durvalumab dazu beiträgt, dass die Erkrankung länger nicht fortschreitet (progressionsfreies Überleben), verglichen mit der Standard-Chemotherapie und Pembrolizumab. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob die Behandlung das Gesamtüberleben verlängern kann.

Patient*innen ab 18 Jahren mit PD-L1-positivem, lokal wiedergekehrtem, nicht operablem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs können an dieser Studie teilnehmen. Zudem müssen sie einen guten Allgemeinzustand aufweisen und dürfen bislang keine Chemotherapie oder andere medikamentöse Krebstherapie für das inoperable bzw. metastasierte Krankheitsstadium erhalten haben.

Fakten

  1. Welche Erkrankung: Brustkrebs (Mammakarzinom)
  2. Krebsmerkmale: triple-negativ, PD-L1-positiv (CPS ≥ 10), lokal wiedergekehrt (rezidiviert), nicht operabel oder metastasiert, im metastasierten/nicht operablen Stadium noch nicht vorbehandelt
  3. Was untersucht die Studie: Wirksamkeit und Sicherheit von Datopotamab-Deruxtecan (Dato-DXd) mit oder ohne Durvalumab im Vergleich zu einer Standard-Chemotherapie mit Pembrolizumab
  4. Ziel der Studie: Prüfen, ob die neue Behandlung das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben im Vergleich zur Standardtherapie verlängern kann
  5. Studiendauer: bis zu ca. 7 Jahre (voraussichtliches Ende: September 2030)
  6. Studienmerkmale: Phase-3-Studie, randomisiert, offen (nicht verblindet), vergleichende Studie mit drei Behandlungsgruppen

Studienzentren

1 Studienzentrum in Deutschland ist verzeichnet.

  • Research Site

    Zurückgezogen

Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.

Medizinische Redaktion

  • Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
  • PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin

Diese Beschreibung basiert auf dem öffentlichen Studienregister (NCT06103864) und wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.