Entspannungsübungen in der virtuellen Realität zur Steigerung von Wohlbefinden, Lebensqualität und Zufriedenheit stationär behandelter Tumorpatient*innen während der Chemotherapie
- Geschlecht
- Frauen und Männer
- Alter
- ab 18 Jahren
- Studienart
- Beobachtend
- Therapielinie
- Rezidiv / refraktär
- Phase
- —
Worum geht es in dieser Studie?
Bei einer stationären Chemotherapie erleben viele Patient*innen Stress, Ängste, Schlafprobleme und körperliche Belastungen. Virtuelle Realität (VR) bietet neue Möglichkeiten, Entspannungsübungen auf eine immersive und beruhigende Weise zu vermitteln. Ziel der Studie ist es, herauszufinden, ob Entspannungsübungen mit Hilfe einer virtuellen Realität in eine stationäre Behandlung integriert werden können. In einer Folgestudie soll dann getestet werden, ob diese das Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Zufriedenheit der Patient*innen während des Krankenhausaufenthalts verbessern können. Teilnehmen können Patient*innen ab 18 Jahren, die zur Behandlung von Lungenkrebs oder akuter Leukämie (AML oder ALL) stationär eine Chemotherapie erhalten.
Studienablauf
Voraussetzungen
Diagnose: Lungenkrebs oder Akute Leukämie (AML oder ALL)
Alter: 18–75 Jahre
Therapielinie: Unabhängig von Therapielinie
Wichtige Einschlusskriterien: Stationäre Chemotherapie
Zuteilung
Randomisierung
Behandlung
Nachbeobachtung
Diagnose: Lungenkrebs oder Akute Leukämie (AML oder ALL)
Alter: 18–75 Jahre
Therapielinie: Unabhängig von Therapielinie
Wichtige Einschlusskriterien: Stationäre Chemotherapie
Randomisierung
Ausführliche Beschreibung
In dieser Pilotstudie wird untersucht, ob meditative Übungen in einer virtuellen Realität (VR) sich positiv auf das emotionale Befinden, die Schlafqualität, das Stressempfinden und die allgemeine Lebensqualität auswirken. Die Patient*innen erhalten dafür während ihres Aufenthalts im Krankenhaus zwei tägliche Sitzungen (jeweils morgens und abends) mit einer VR-Brille in Verbindung mit Atem- und Entspannungsübungen. Die morgendliche Übung dauert etwa 7–8 Minuten, die abendliche ca. 10 Minuten, kann aber auf Wunsch der Patient*innen auch länger dauern. Vor und nach den Übungen werden die Vitalzeichen (Puls, Atmung und Blutdruck) gemessen. Alle Patient*innen erhalten einen Fragebogen bei Aufnahme, am 7. Tag und bei Entlassung.
Ziel dieser Studie ist es nicht nur herauszufinden, ob Entspannungsübungen mithilfe virtueller Realität (VR) das Wohlbefinden von Krebspatient*innen positiv beeinflussen können, sondern vor allem zu prüfen, ob sich ein solches Angebot im Klinikalltag überhaupt gut umsetzen lässt. Dabei wird insbesondere untersucht, wie gut die Patient*innen die Übungen annehmen und ob sie sich problemlos in den Krankenhausablauf integrieren lassen. Da es sich um eine sogenannte Pilotstudie handelt, steht nicht der endgültige Wirksamkeitsnachweis im Vordergrund. Vielmehr soll die Studie klären, ob das Konzept funktioniert und sich für eine größere Folgestudie eignet. Sollten sich die Abläufe als praktikabel und sinnvoll erweisen, könnte in Zukunft eine umfassendere Untersuchung folgen, die dann gezielt prüft, ob VR-Entspannungsübungen langfristig zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Die Patient*innen werden für diese Studie nach dem Zufallsprinzip (randomisiert) in zwei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe erhält die VR-basierten Übungen parallel zur Chemotherapie, die andere dient als Kontrollgruppe ohne zusätzliche Maßnahme.
Teilnehmen können Erwachsene zwischen 18 und 75 Jahren mit Lungenkrebs oder akuter Leukämie (AML oder ALL), sofern sie eine stationäre Chemotherapie erhalten. Ausgeschlossen sind unter anderem Patient*innen mit neurologischen Vorerkrankungen (z.B Epilepsie, Psychosen, Demenz), schwerer Alkohol- bzw. Drogenabhängigkeit, einem Herzschrittmacher oder mangelnden Deutsch- bzw. Englischkenntnissen.
Fakten
- Welche Erkrankung: Lungenkrebs oder akute Leukämie (AML oder ALL)
- Krebs-Merkmale: Geplante stationäre Chemotherapie
- Was untersucht die Studie: Effekt von VR-gestützten Entspannungsübungen zur Lebensqualitätsverbesserung während des Krankenhausaufenthalts; Umsetzbarkeit und Teilnahmebereitschaft bei VR-Übungen
- Ziel der Studie: Untersuchung der Durchführbarkeit und Wirkung von VR-Übungen auf Wohlbefinden und Zufriedenheit von Patient*innen bei stationärer Chemotherapie
- Wie lange dauert die Studie: Tägliche VR-Sitzungen während des Krankenhausaufenthalts (morgens und abends, von Mo-Fr)
- Studienmerkmale: 2 Studiengruppen, randomisiert, Evaluation mittels Fragebögen (3 Stück – bei Aufnahme, am 7. Tag der Behandlung und bei Entlassung)
Studienzentren
1 Studienzentrum in Deutschland ist verzeichnet.
Universitätsklinikum Augsburg
Stenglinstraße 2, 86156 Augsburg
Aktiv, nicht rekrutierend
Diese Liste ist nach bestem Wissen zusammengestellt, aber ohne Gewähr: Sie kann unvollständig sein, und der Rekrutierungsstatus eines Zentrums kann sich jederzeit ändern.
- Dr. med. Sebastian SommerFacharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
- PD Dr. med. Matthias FröhlichFacharzt für Innere Medizin, Immunologie, Notfallmedizin
Diese Beschreibung wurde von unserer medizinischen Redaktion in verständliche Sprache übertragen. Ob eine Teilnahme für Sie infrage kommt, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.


